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| Der Titel ist Programm |
Erweitert in dem Sinne, dass andere Themen als die Beziehungsdramen der Jugend, die Entwicklunskonflikte der Junioren oder die Einsamkeitshymnen der coolen Einzelgänger hinzugekommen sind. Rückblicke auf ein langes (!) Leben, die Lebensbilanz, Abrechnungen mit sich selbst, Erfahrungen, die weiter gegeben werden, Schlüsse, die aus all dem gezogen werden, komplettieren das Programm der Pop - und Rockmusik. Zum Glück tun sie das, weil nur so bleibt es interessant, vielleicht sogar wichtig, sich damit zu beschäftigen. Ich nutze hier vor allem die Technik der Interpretation, die sich um die immanenten Elemente eines Textes drehen. Der Text soll auf seine eigene sprachliche Kraft und Überzeugungsfähigkeit abgeklopft werden, nicht, zumindest nicht in erster Linie, auf die Vermarktungsstrategien und zeitgeschichtlichen Strömungen, die aus einem eher schwachen Text einen wichtigen machen können oder die aus einer einzigen Zeile eine Parole machen.
Obendrein wird hier in keiner Zeile der Versuch gemacht, den Eindruck zu erwecken, dies sei eine Untersuchung, die wissenschaftlichen Qualitatsmassstäben entspräche, das tut sie nicht und das weiß sie auch. Vielmehr nimmt sie den Ball der spielerischen Selbstverständlichkeit der Pop-Kultur auf und beschäftigt sich ernsthaft mit ihm, ist aber dann wahrscheinlich dem Pop selbst näher als der Wissenschaft. Andere nennen das vielleicht Pop-Feuilleton oder Journalismus, was der Sache sicher auch durchaus nahe käme. "Grau ist alle Theorie. Wichtig ist auf'm Platz," hat ein wichtiger Vertreter des Fussball-Pop einmal gemutmaßt. Und ich stimme dem ausdrücklich zu.
Also lasst die Spiele beginnen, mehr Theorie verträgt ein ordentlicher Pop- oder Rocksong eh nicht.

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